Radio-Interview bei Bremen IV und Bremen I am 07.08.07
Viel trinken hält gesund
Der Mensch besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Wasser regelt die Körpertemperatur, löst und transportiert Nährstoffe zu den Zellen und spült über Nieren und Urin Schadstoffe aus.
Das Gehirn enthält 90 Prozent Wasser. Flüssigkeitsmangel verursacht Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme.
Sinkt der Wasseranteil im Körper, wird das Blut dickflüssiger. Dann muss das Herz kräftiger und schneller schlagen. Die Folgen: Müdigkeit sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden. Auch die Verdauung wird träge.
Ausgetrocknete Schleimhäute in Hals und Nase – zum Beispiel durch Klimaanlagen – schwächen die Immunabwehr und Schnupfen entsteht.
Außerdem wer an Gewicht verlieren möchte: Trinken soll sich positiv auf den Stoffwechsel und auf den Energieumsatz auswirken. Wer täglich 2,5 l trinkt erhöht seinen Energieumsatz um bis zu 100 Kalorien. Das sind im Jahr 36.500 kcal und in Fettgewebe ausgedrückt 5 kg.
Haut besteht zu 65 Prozent aus Wasser. Feuchtigkeit von innen macht sie rosig und elastisch – auch deshalb trinken Models ständig Wasser. Bei Wassermangel wird die Haut grau und rau, kleine Fältchen entstehen.
Das Problem: viele Menschen trinken zu wenig. Denn das Körpersignal „Durst“ kommt zu spät – dann ist die Wasserbilanz schon länger im Minus. Man kann ganz einfach vorbeugen: Es ist besser über den Tag verteilt immer mal wieder ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee zu trinken, als abends durstig eine Flasche Mineralwasser in sich hineinzukippen.
Der Körper verliert täglich etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit. Und diese Flüssigkeit muss wieder aufgenommen werden.
Die Auswahl für Ihre persönliche Trinkliste ist groß: Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees, Saftschorlen können unbedenklich getrunken werden. Auch drei bis vier Tassen Kaffee oder schwarzen Tee können Sie mitzählen – die Auffassung diese Getränke würden dem Körper Flüssigkeit entziehen, wird nicht mehr vertreten.
Am einfachsten: Leitungswasser. Das ist das am strengsten kontrollierte Nahrungsmittel in Deutschland, es wird genauer untersucht als Mineralwasser.
Alkohol sollten Sie natürlich nicht mitzählen. Auch Milch nicht, diese gilt wegen ihres Fettgehalts eher als Nahrungsmittel denn als Durstlöscher. Auch von Cola, Limonaden, Eistee, sogenannte Kinder- und Wellnessgetränke wird abgeraten, da in diesen Getränken zuviel Zucker enthalten ist.
Wer Probleme mit dem trinken hat:
- vorgesehene Getränkemenge in Sichtweite stellen, abends sind die Flaschen leer
- Große Gläser nehmen und diese austrinken
- Trinkplan erstellen
- zu allen Mahlzeiten und auch zwischendurch immer trinken
Um schon frühzeitig eine gesunde Lebensweise zu erlernen, wäre es sinnvoll, Getränke in den Schulalltag zu integrieren. Denn einmal Gelerntes, wird nicht so schnell wieder vergessen.

